So bauen Sie ein erfolgreiches Aktiendepot auf

Der richtige Aufbau des Aktiendepots ist für den Erfolg an der Börse wichtiger als die Auswahl einzelner Aktien.
Bis alles zusammenpasst: Ein erfolgreiches Aktiendepot bauen
Für ein erfolgreiches Aktiendepot müssen viele Teile zusammenpassen (Foto: Joshua Hoehne)

Das Geheimnis des Börsenerfolgs liegt im Aktiendepot. Es muss richtig aufgebaut und gemanagt sein. Das ist wichtiger als die Aktienauswahl, auch wenn darüber nicht so viel gesprochen wird. Wer an die Börse geht, sollte sich deshalb Gedanken zum Depot und der Handelsstrategie machen (auch Money- oder Investmentmanagement genannt). Nur so lassen sich Risiken steuern und Chancen optimieren.

Der Börsen-Butler hat in seinem Aktiendepot rund 70 Positionen, um das Risiko über viele Titel zu streuen. Selbst im Falle einer Unternehmenspleite würde er so im Schnitt nur rund 1,4 Prozent seiner Gesamtanlage verlieren. Zudem investiert er seiner Strategie gemäß in kleine und sehr große Unternehmen verschiedener Branchen. Dabei achtet er darauf, dass diese jeweils unterschiedlichen Konjunkturzyklen unterliegen und aus verschiedenen Weltregionen und Währungsräumen kommen. Auch diese Diversifizierung stabilisiert das Depot und verringert Risiken beim Investieren.

Ein Aktiendepot aufzubauen, heißt Risiken zu managen

Die einzelnen Branchen sind wirtschaftlichen Auf- und Abschwüngen unterschiedlich stark ausgesetzt. Zyklische Branchen sind zum Beispiel die Chemie- und die Autoindustrie. Konsumgüterkonzerne und Versorgungsunternehmen (Energie, Wasser, Müll) sind hingegen weniger stark von der Konjunktur abhängig, da sie Produkte und Dienstleistungen verkaufen, auf die Menschen auch in Krisen schlecht verzichten können.

Das sind die grundsätzlichen Überlegungen. Beim Management des Aktiendepots geht es aber um mehr. Sobald man sich für eine Aktien entscheidet, muss man auch entscheiden, welche Bedeutung diese Aktie im Depot spielen soll.

Der Börsen-Butler investiert einen Teil seines Geldes in junge Firmen mit sehr guten Aussichten für die Zukunft. Gleichwohl sind diese Unternehmen riskant. Deshalb kauft er von diesen Aktien nur kleine Positionen. Die kleinsten entsprechen gerade einmal 0,3 Prozent des Aktiendepots. Das Verlustrisiko ist also minimal. Wenn sich eine solch kleine Firma gut entwickelt, kann sich der Aktienkurs aber vervielfachen. Das Ergebnis: ein schöner Gewinn.

Lassen Sie sich Zeit beim Aufbau des Aktiendepots

Große gesunde Unternehmen (Konzerne) mit starken Marktpositionen erleben zwar auch Schwankungen ihrer Geschäfte. Sie sind aber in der Regel weniger gefährdet als kleine Firmen. Deswegen nehmen diese Firmen mehr Platz ein im Aktiendepot des Börsen-Butlers. Das heißt, es wird mehr Geld investiert.

Wie läuft nun der Aufbau des Aktiendepots ab? Mit Zeit, mit viel Zeit.

Das Dümmste, was Sie tun können, wenn Sie frisch an die Börse gehen (und nicht nur dann), ist innerhalb weniger Tage oder Wochen ihr ganzes Geld zu investieren. Warum? Zum Beispiel, weil Sie zu Beginn ihrer Börsenkarriere am unerfahrensten sind. Folglich ist das Risiko, schlechte Entscheidungen zu treffen, am größten. Nehmen Sie sich Zeit und geben Sie ihrem älteren, gereiften Ich eine Chance, auch noch investieren zu können. Doch das ist nur ein Aspekt, wenn auch kein unwichtiger.

Vermeiden Sie es, auf dem Markthöhepunkt ihr ganzes Geld zu investieren

Viel entscheidender ist: Die Börsen erleben Aufs und Abs. Das weiß jeder, der die Krisen der vergangenen Jahre mitgemacht hat. Und nicht nur die Börsen, auch einzelne Segmente der Börse (z.B. Solar, Tech oder Konsumgüter) gehen durch Auf- und Abschwünge. Genauso einzelne Aktien. Diese Schwankungen sind schlecht vorherzusehen. Wenn Sie ihr Aktiendepot über einen langen Zeitraum aufbauen, vermeiden Sie das Risiko, auf dem Höhepunkt des Marktes ihr ganzes Geld zu investieren.

Mein Tipp: Investieren Sie im ersten Börsenjahr ein Drittel der Summe, die Sie in Aktien anlegen wollen. Im zweiten Jahr dann ein weiteres Drittel und ab dem dritten Jahr das letzte Drittel. Wobei Sie stets etwas Geld in Reserve halten sollten, um bei Kursstürzen nachkaufen zu können. So sammeln Sie Erfahrung, treffen immer klügere Entscheidungen und können von verschiedenen Börsenphasen profitieren.

Ihnen tut es leid um das Geld, das nun einfach so herumliegt? Folgender Gedanke: Lag es nicht schon jahrelang auf ihrem Bankkonto herum, ohne dass es Zinsen gebracht hätte? Und noch ein Gedanke: Wäre es nicht großartig, nach einem Crash noch Geld zu haben und kostengünstig kaufen zu können? (Halten Sie jetzt aber nicht ihr ganzes Geld für einen Crash zusammen. Denn dass dieser in absehbarer Zeit kommen wird, darauf können Sie sich nicht verlassen. Womöglich gibt es erstmal einen jahrelangen Boom.)

Kaufen Sie Aktien in Tranchen in ihr Depot

Nehmen Sie sich also Zeit für den Aufbau des Aktiendepots, auch wenn sogenannte Börsengurus für einmalige Chancen trommeln, die Sie angeblich nicht verpasse dürfen. Geduld ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg an der Börse und Chancen gibt es genug. Außerdem: Auch gute Unternehmen sind nicht zu jedem Zeitpunkt ein Kauf.

Wenn die Bewertung einer erfolgreichen Firma stark gestiegen ist, steigt das Risiko von Kursrückschlägen. (Auch wenn diese Rückschläge schwer vorherzusehen sind. Manchmal halten sich Übertreibungen monate- und jahrelang). Der Börsen-Butler kauft Aktien in der Regel in sogenannten Seitwärtsphasen, wenn der Kurs also eine Weile auf einem Niveau herumgedümpelt ist (und noch lieber nach Kursstürzen).

Wie können Sie ihr Risiko weiter verringern? Indem Sie auch einzelne Aktien gestaffelt kaufen. Also in Tranchen. Der Börsen-Butler überlegt sich vor jedem Kauf, wie viel Geld er maximal in ein Unternehmen stecken will. Davon investiert er zunächst in der Regel die Hälfte. Dann wartet er ab, was passiert. Steigt die Aktie, lässt er sie laufen und kauft nicht mehr nach. Fällt die Aktie hingegen stark, kauft er ein oder mehrere Male nach. So kann er den durchschnittlichen Kaufkurs reduzieren und kommt bei einer Erholung der Aktie schneller wieder ins Plus. Voraussetzung für diese Strategie ist, dass man vom langfristigen Erfolg des Unternehmens wirklich überzeugt ist. (Hier erfahren Sie mehr darüber, wie man Aktien richtig kauft).

Wenn die Kurse fallen, sollten Sie zukaufen können

In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass das Budget pro Aktie überzogen werden muss für Nachkäufe. Dann wird ein Teil der Position abgestoßen, sobald die Position ins Plus kommt. So sind in der Vergangenheit im Börsen-Butler-Depot sehr günstige Einstandskurse und in der Folge hohe Gewinne entstanden. Vermeintlich unerfreuliche Entwicklungen entpuppten sich als Goldgrube. Nicht umsonst sagt Starinvestor Warren Buffett: “Fallende Kurse bereiten mir immer gute Laune.”

Das klingt erstmal ungewohnt. Aber sehen Sie es so: Wenn es Bekleidung oder Autos mit hohen Rabatten gibt, freuen Sie sich ja auch. Auch bei Aktien liegt der Gewinn im Einkauf. Gleichwohl freut sich natürlich auch der Börsen-Butler, wenn Aktien kurz nach dem Kauf steigen. Nur wäre es naiv, ausschließlich von diesem Szenario auszugehen. Wer in Aktien investiert, muss mit den Risiken umzugehen wissen, auch emotional.

Zusammenfassen lässt sich all das so: Wir wissen nicht, was an der Börse geschehen wird. Ob es kurzfristig rauf oder runter geht. Wir wissen nur, dass sich gute Unternehmen und ihre Aktien langfristig (sehr, sehr wahrscheinlich) positiv entwickeln werden. Also gilt es beim Aufbau des Aktiendepots vor allem, die Ungewissheiten zu managen und so die Risiken zu reduzieren. Dann wird man Erfolg haben.

In seinem Briefing erläutert der Börsen-Butler genau, welche Aktien er aus welchen Gründen kauft und welche Kaufstrategie er dabei verfolgt. Sein Börsenkonzept mit vielen Details hat er im Börsen-Butler-Handbuch zusammengefasst, das Sie beim Abschluss eines Abos erhalten oder hier kostenlos herunterladen können.

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Briefing Börsen-Butler

Der Börsen-Butler ist ein längjähriger Beobachter des Wirtschaftsgeschehens am Börsenplatz Frankfurt. Mit seinem Langfristdepot sorgt er mit Aktien fürs Alter vor. Hier berichtet er, welche Titel er kauft oder verkauft. Dabei setzt er auf seine Börsen-Butler-Strategie, die dafür sorgt, dass er auch bei Marktturbulenzen ruhig schlafen kann.

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Der Börsen-Butler ist kein täglicher Dienst. Er berichtet anlassbezogen, also bei Käufen oder Verkäufen oder bei wichtigen Marktentwicklungen. Die Berichte dienen lediglich Informationszwecken. Sie stellen keine Handlungsempfehlungen dar und ersetzen keine professionelle Wertpapierberatung. Jede Haftung wird abgelehnt.

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