Einfach raus: Drei von vier Bundesbürgern wollen im Winter Regen, Kälte und Dunkelheit entfliehen – und wahrscheinlich auch der deutschen Wirklichkeit mit hohen Energierechnungen und steigenden Lebensmittelpreisen. Das ist verständlich. Ob dann tatsächlich auch alle fahren, ist unsicher. Denn Urlaub kostet Geld, selbst wenn die Anbieter mit Schnäppchenangeboten und Rabatten locken. Und Geld fehlt vielen Haushalten bereits heute. Wer wenigstens im kommenden Sommer verreisen möchte, muss zudem jetzt anfangen, zu sparen.
Urlaubspreise werden 2023 deutlich steigen
Für den Winter profitieren Urlauber davon, dass die Reiseveranstalter zum Beispiel Hotels noch unter den Preisannahmen des Frühjahrs eingekauft haben. Wer pauschal reist und gleich noch alle Mahlzeiten und Getränke mit bucht, zahlt zum Beispiel für eine Woche Teneriffa möglicherweise nur moderat mehr als im vergangenen Winter.
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Ganz anders wird es im Sommer 2023 aussehen. Das Programm erarbeiten die Reiseveranstalter gerade. Ob Griechenland, Mallorca oder Türkei: Überall steigen die Kosten für Lebenshaltung und Löhne kräftig. Auch Flüge verteuern sich, ob auf die Kanaren oder in die Dominikanische Republik, weil Kerosin mehr kostet. Dem kann sich die Reiseindustrie nicht entziehen, auch wenn der deutsche Marktführer TUI als erste Adresse des Reiseweltmeisters eine große Einkaufsmacht hat.
Es wird also teurer, deutlich teurer. Wie sehr, steht voraussichtlich im Dezember fest, wenn die neuen Angebote üblicherweise vorgestellt werden. Deutschlands Urlauber reagieren bereits, kürzen den Urlaub, wählen einfachere Hotels – oder reisen gar nicht erst los. Für sie bleibt dann nur: Träumen ist immer möglich.
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